14 Athleten und Athletinnen in fünf Staffeln hatte der DSC bei der Langstaffel-LM am Sonntag in Papenburg am Start. Teilweise unter der Startgemeinschaft mit dem SV Friedrichsfehn (wobei der SVF aber keine Athleten stellte) antretend, boten die Staffeln teils sehr starke Leistungen.

Allen voran die 3*1000m-Staffel der U23 in der Aufstellung Jan de Vries, Matti Niederheide und Gabriel Monien stürmte nicht nur zum Titel sondern lief sogar die schnellste Zeit in der Altersklasse in Deutschland in diesem Jahr und setzte sich mit 07:40,17 Minuten auf Platz 1 der Deutschen Bestenliste. Dabei überzeugte das Team insbesondere durch eine sehr gleichmäßige Leistung. Alle drei Athleten liefen fast identische Durchgangszeiten und mussten sich in dem gemischten Lauf nur der Männer-Staffel der LG Osnabrück geschlagen geben, die ebenfalls in der Hauptklasse Deutsche Jahresbestleistung liefen. Während Jan sich zu Beginn an zwei Osnabrücker hängte, am Ende zu diesen eine kleine Lücke reißen ließ, konnte Matti diese zum zweiten Osnabrücker sofort nach Start schließen, hängte sich anschließend taktisch klug an dessen Rücken und konnte auf der Schlussrunde dann vorbei ziehen und seinerseits eine kleine Lücke auf den Osnabrücker erarbeiten. Schlussläufer Gabriel verteidigte erst den Vorsprung und konnte diesen am Ende sogar ausbauen und holte den U23-Landesmeistertitel mit der tollen Endzeit nach Oldenburg. Nebenbei war das noch die DM-Quali sowohl für die U23 (08:10,00 Minuten) als auch für die Männerklasse (07:50,00 Minuten).

Im Rennen hatte der DSC auch noch eine zweite U23-Staffel mit Christian Prell, Khalid Khalaf Khuadaida und Jost Hornbostel. Jost ging dabei etwas angeschlagen ins Rennen, er hatte sich im Training unter der Woche eine leichte Zerrung geholt. Christian ging das Rennen mutig an und blieb einige Zeit an Jan dran, musste zum Ende hin doch etwas abreißen lassen. Khalid folgte mit einem souveränen Lauf, bevor Jost für die Staffel kämpfend die zweieinhalb Stadionrunden mit etwas angezogener Handbremse absolvierte. Am Ende blieb die Uhr für die drei bei 08:32,69 Minuten stehen, was für die Silbermedaille in der U23 reichte. 

Zuvor hatte schon die weibliche U20-Mannschaft über 3*800m den Landesmeistertitel und die DM-Quali gesichert. In der Aufstellung Lea Smit, Mathilda Reker und Marei Grebe hatten die drei ein gutes Rennen geliefert, die DM-Quali war das ausgegebene Ziel gewesen. Aber von vorne: Lea zeigte ihre gute Form, lief zwei relativ konstante Runden und übergab an Mathilda. Mathilda musste ihr Rennen relativ allein bestreiten, der Anschluss an die vor ihr laufenden Staffeln ging etwas verloren. Anschließend merkte man Marei den Trainingsrückstand nach ihrem Neuseeland-Aufenthalt noch etwas an, insbesondere in der zweiten Runde hatte sie zu kämpfen. Sie biss sich aber durch und dank der guten Vorarbeit blieb die Uhr bei 07:26,86 Minuten stehen und damit wurde die Norm von 07:30,00 Minuten unterboten und der Altersklassen-Titel gesichert..

Auch über 3*800m hatte der DSC eine zweite Staffel im Rennen, allerdings in der Frauenklasse. Bonnie Andres, Jule Meiners und Jale Seybold liefen im gemischten Rennen als Fünfte direkt hinter der U20-Staffel ins Ziel. Dabei konnte Bonnie ihre beiden Runden noch auf Augenhöhe mit Lea liefern. Nachdem sie erst eine kleine Lücke zu Lea hatte, kämpfte sie sich an Lea heran und übergab fast zeitgleich auf Jule. Jule lief ein mutiges Rennen, musste Mathilda dann aber doch etwas ziehen lassen, bevor Jale die Platzierung im Gesamtrennen gegen die U18-Staffel aus Papenburg verteidigen musste, was ihr am Ende auch gelang. Für die Frauenstaffel blieb die Uhr bei 07:38,78 Minuten stehen, was gleichzeitig die Bronzemedaille in der Frauenklasse bedeutete.

Anschließend holten auch noch die U20-Langsprinter des DSC über 4*400m einen Landesmeistertitel. In der Aufstellung Arjen Darsow, Valentin Nollmeyer, Thilo Dobrunz und Bastian Schwarz konnte das Team die Konkurrenz aus Osnabrück auf Abstand halten und holte sich in 03:38,81 Minuten souverän den Sieg. Für die DM-Norm von 03:36,00 Minuten reichte es dabei nicht ganz. Mit in dem Rennen war wieder eine Männer-Staffel der LG Osnabrück, die ebenfalls Deutsche Jahresbestleistung lief, was die hohe Qualität der Leistungen bei dieser Langstaffel-LM zeigt.

Insgesamt war es von allen eine tolle Teamleistung, insbesondere das gegenseitige Anfeuern und die vielen Podestplätze werden in Erinnerung bleiben.

Alle Ergebnisse aus Papenburg gibt es hier: Link

Einige Fotoeindrücke aus Papenburg gibt es hier: Link